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Vorreiter Denzlingen: Vermieterprämie für Flüchtlinge, Wohnsitzlose, Alleinerziehende und Personen mit Wohnberechtigungsschein

-    Aktivierung leerstehenden Wohnraums
-    Förderung für private Vermieter
-    Gemeinderat beschließt Prämie

Denzlingens Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 27.September 2016 mehrheitlich Richtlinien für eine „Vermieterprämie“ beschlossen. Aufgrund des äußerst schwierigen Wohnungsmarktes in Denzlingen - speziell für sozial Schwache - soll durch die „Vermieterprämie“ ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden, leer stehende Wohnungen wieder dem Wohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen. Nach der 2011 stattgefundenen Erhebung des Statistischen Landesamtes (Zensus) wurde für Denzlingen ein Leerstand von 157 Wohnungen ermittelt.

Der allgemein herrschende Mietdruck hat sich durch die notwendige Integration von Flüchtlingen noch weiter verschärft, auch die Zahl Wohnsitzloser hat stetig zugenommen. Um einen Anreiz zur Vermietung einer leerstehenden Denzlinger Wohnung zu schaffen – die Wohnung muss mindestens ein Jahr leer gestanden haben – gibt es nun nach dem Beschluss des Gemeinderates eine Prämie, die nach Wohnungsgröße gestaffelt ist. Sie beträgt zwischen 400 bis 1.200 Euro einmalig. Der Abschluss eines unbefristeten Mietvertrages sowie einer Fördervereinbarung mit der Gemeinde sind Voraussetzung, wie die Einhaltung der Angemessenheitskosten für die Unterkunft nach den Richtlinien des Jobcenters gemäß § 22 SGB II.

Bürgermeister Markus Hollemann: „Im Gegensatz zu den wenigen Kommunen, die diese Fördermöglichkeit nur für geflüchtete Menschen aufgegriffen haben, will die Gemeinde Denzlingen bewusst neben anerkannten Flüchtlingen gleichermaßen Wohnsitzlose, Alleinerziehende und Personen mit Wohnberechtigungsschein berücksichtigen und damit etwaige Konkurrenz um Wohnraum sowie daraus möglicherweise resultierende soziale Spannungen minimieren. Jede einzelne Wohnung, die zusätzlich auf dem Wohnungsmarkt kommt, ist ein Gewinn!“

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