zurück zu AKTUELLES

Nachhaltige Siedlungsentwicklung im Denzlinger Baugebiet „Käppelematten / Unterm Heidach“

Zu einem Gedankenaustausch trafen sich Prof. Dr. Hubert Weiger (BUND) und Bürgermeister Markus Hollemann im Denzlinger Rathaus.

Hollemann erläuterte die Entwicklung des Denzlinger Baugebietes „Käppelematten/Unterm Heidach“. Er ging dabei auf den intensiven Bürgermitwirkungsprozess schon zu Beginn der Ideenfindung und während des europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs ein. „Die frühe Mitwirkung der Bürger an den Planungsschritten bildet einen von mehreren wichtigen Bausteinen. So arbeiten wir – Rathaus, Bürgerschaft, Gemeinderat und Bürgermeister – gemeinsam an einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung in Denzlingen.“ berichtet der Rathaus-Chef.

Durch Veranstaltungen und Workshops, mit denen Bürger und Experten in Entwicklungsprozesse mit eingebunden werden, wie beispielsweise die Zukunftswerkstatt „Denzlingen 2030“ oder die „Werkstatt Hauptstraße“, kristallisiere sich eindeutig heraus, dass sich Denzlinger Bürger eine nachhaltige Ortsentwicklung wünschen. Gleichzeitig solle der Fortschritt jedoch nicht darunter leiden. Dies sind Ergebnisse der jüngsten Denzlinger Bürgerumfrage.

„Wir stehen in der Verantwortung, Wohnraum für alle gesellschaftlichen und sozialen Schichten zur Verfügung zu stellen. Auf Sozialschwache oder Familien legen wir dabei genauso Augenmerk wie auf dringend benötigte Einzimmerwohnungen für Alleinstehende. Wir bauen gemeinsam an der Zukunft des Ortes“, so der Bürgermeister.

Das Zusammenspiel der dringenden ökologischen und sozialen Aufgabenstellungen sei machbar, unterstreicht Hollemann: „Aspekte wie Regenwasserretention, Elektromobilität, Einsatz regenerativer Energien werden ebenso bereits in den frühen Planungsstadien berücksichtigt wie wichtige soziale Themen. Wir sind verpflichtet, in einer älter werdenden Gesellschaft wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit oder generationenübergreifende Wohnformen zu fördern.“

Prof. Dr. Hubert Weiger, 1. Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), Mitglied des Rates der Bundesregierung für Nachhaltige Entwicklung und Buchautor, nahm die Aussagen des Bürgermeisters, dass er für feste Vorgaben zu verpflichtend mehrgeschossigem Bauen für Bauwillige auch in Gewerbe- oder Sondergebieten stehe, sehr positiv auf: „Diese Vorgaben sind richtig.“ Prof. Weiger: „Mit einem täglichen Verlust von über 88 Fußballfeldern ist und bleibt der Bodenverbrauch das größte Umweltproblem in Deutschland.“

Die beiden der Umwelt verpflichteten Politiker waren sich in den allermeisten Punkten einig.