Herzliche Gastfreundschaft in Pieve

Anlässlich des traditionellen Ostermarktes in der italienischen Partnerstadt Città della Pieve weilte dort vergangene Woche auch eine Denzlinger Delegation mit Komiteepräsident Dietmar Willmann und Bürgermeister Markus Hollemann an der Spitze. Nach einem herzlichen Empfang in der Rocca am Samstagabend, bei dem auch die französische Delegation aus St. Cyr anwesend war, begann der Ostermarkt, wobei die Denzlinger Schwarzwälder Spezialitäten anboten, nämlich Bier aus dem Schwarzwald und würzige Grillwurst.

Die Italienischen Gastgeber hätten sich bei der Vorbereitungsorganisation geradezu selbst übertroffen. Man habe dabei keine Kosten und Mühen gescheut, eine offizielle Genehmigung und sogar einen professionellen Stand organisiert. Die Denzlinger Delegation mit Gabriele und Franz-Karl Schmatzer sowie das Ehepaar Luciana Melloni und Dietmar Willmann wurde verstärkt durch Wilma und Markus Hollemann, die damit ihren ersten offiziellen Besuch in Città della Pieve verbanden.

Nicht nur am Rande fand auch ein reger Austausch zwischen den Komitees statt, wobei weitere Aktivitäten für 2011 und 2012 geplant wurden. So sind als nächstes in der Zeit von 2. bis 6. Juni 2011 etwa 60 Jugendliche aus Città della Pieve und St. Cyr zum sportlichen Austausch in Denzlingen zu Gast. In diesem Zusammenhang ruft das Denzlinger Komitee alle interessierten Denzlinger Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren auf, an diesem sportlichen Treffen „Rund ums Sport & Familienbad“ teilzunehmen. Seitens aller Beteiligten wurde der diesjährige Ostermarkt in Umbrien als ein rundum gelungener Austausch unter Freunden erfahren.


 

Text und Fotos: Helmut Gall


Bilder des Malkreises im Rathaus

Sieben Mitglieder des Malkreises Denzlingen haben in den Fluren des „neuen“ Denzlinger Rathauses etliche Werke aufgehängt, die am 14. April 2011 im Beisein von Bürgermeister Markus Hollemann vorgestellt wurden. Wie die Malkreisvorsitzende Sieglinde Bock mitteilte, werden die Bilder in unregelmäßigen Abständen ausgetauscht, Hollemann bedankte sich für die Bereicherung des Rathauses. Die ausgestellten Arbeiten von Bärbel Armbruster, Dieter Augschill, Sieglinde Bock, Inge-Doris Kühn, Sieglinde Märkl, Brigitta Marschner und Christel Meyer können in den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.


BürgerEnergiegenossenschaft in Sichtweite

Über 150 Bürger/innen bei Informationsabend im KuB – Am 10. Mai 2011 Genossenschaftsgründung

Die Gemeinde Denzlingen lud am Montagabend, 18.04.2011, zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zur Gründung einer „BürgerEnergiegenossenschaft“ ins Kultur & Bürgerhaus ein. Über 150 Bürgerinnen und Bürger folgten dieser Einladung, darunter auch einige interessierte Gäste aus Nachbarorten, die Bürgermeister Markus Hollemann besonders willkommen hieß, zumal eine künftige Genossenschaft auch für Personen offen steht, die keine Denzlinger Bürger sind. Am 10. Mai 2011 soll die angekündigte Genossenschaftsgründung um 19 Uhr im Kultur- und Bürgerhaus erfolgen. Dazu sind erneut alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Prominentester Gast war die Vorsitzende des Verbandes der Bürger-Energiegenossenschaften in Baden-Württemberg, Elisabeth Strobel. Am Podium saßen ferner Norbert Isele von der EnBW, Werner Kern als Vertreter der Raiffeisen-Genossenschaftsbank Denzlingen-Sexau, ferner Verbandsbaumeister Harald Krapp und der kommunale Energieberater Roland Hank (Gemeinde-Rufnummer 611-217). Inzwischen gebe es in Baden-Württemberg bereits 41 EnergieGenossenschaften war eingangs zu hören, wobei von 4830 Mitgliedern 8,1 Millionen Euro an Eigenkapital aufgebracht werde, und zwar mit insgesamt über 66.800 Anteilen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Anteilsgröße in Höhe von etwas über 120 Euro. Dies ist zugleich auch eine Antwort auf eine im Verlauf der Aussprache gestellte Frage, wie hoch die jeweiligen Geschäftsanteile seien, die ein Genossenschaftsinteressent aufbringen müsse. Darüber befindet jedoch letztlich die Genossenschafts-Mitgliederversammlung selbst.

Die knappste Ressource sei nicht Öl oder Gas, sondern die Zeit, betonte Hollemann, wobei er nicht zuletzt auch auf den Termin 1. Juli hinwies, wo die aktuelle Einspeisungsvergütung für Strom höchstwahrscheinlich wieder vermindert werde. Daher wolle man die neue Photovoltaikanlage bis Ende Juni am Netz haben. Elisabeth Strobel verwies eingangs darauf, dass eine Genossenschaft kein üblicher Verein sei, sondern ein Wirtschaftsunternehmen mit entsprechenden Zielsetzungen. Isele verwies auf die seit Jahren übliche Investitionstätigkeit der EnBW auch auf dem Gebiet der regenerativen Energieerzeugung. Auch er betonte, dass es kein besseres Geschäftsmodell als eine Genossenschaft gebe, wenn man mit großer Bürgerbeteiligung Energie erzeugen wolle. 870 eingetragene Genossenschaften gebe es allein in Baden-Württemberg, informierte Werner Kern und hob die Genossenschaft als ein Modell der „Hilfe zu Selbsthilfe“ hervor, wobei jede Person – sei es eine natürliche oder eine juristische Person – unabhängig vom Umfang des eingebrachten Kapitals jeweils nur eine Stimme habe. Kern skizzierte kurz die Organe einer Genossenschaft, nämlich Mitgliederversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand.

Kapitalgewinn nicht im Vordergrund
Im Fall der Energiegenossenschaft sollte allerdings nicht in erste Linie der Kapitalgewinn im Zentrum des Interesses stehen, sondern eine umweltfreundliche Zukunftsgestaltung, woran alle Bürger/innen mitwirken könnten und natürlich auch sollten, wie mehrfach betont wurde. Der Dachverband, für den Elisabeth Strobel sprach, stelle vor allem Infos zur Verfügung, einschließlich über Wasser- und Windkraft. Auch die EnBW könne dazu eine Menge an Erfahrung beisteuern, betonte Isele, während Verbandsbaumester Harald Krapp auf mehrere Solaranlagen in Denzlingen verweisen konnte, die bereits in den vergangenen Jahren errichtet wurden, zum Beispiel auf dem Dach des KuB, im Seniorenzentrum, im Bildungszentrum, auf der Grundschule Brückleacker, auf dem Sport- und Familienbad und nicht zuletzt auch das kleine Wasserkraftwerk an der Rocca.

Mit den bisher installierten 144 kWp könne man immerhin rund 36 Häuser mit Strom versorgen. Dem gegenüber habe die nun angedachte Anlage auf dem neuen Denzlinger Rettungszentrum deutlich mehr Leistung als alle bisherigen kommunalen Denzlinger Anlagen zusammen, nämlich 160 kWp, wie Energieberater Roland Hank vorrechnete.

Einladung zur Gründungsversammlung
In einer umfangreichen Fragerunde hatten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger sodann Gelegenheit, Fragen zu stellen, zum Beispiel über die Höhe der Dachmiete (die übrigens kostenlos ist, wie der Bürgermeister informierte), ferner Fragen zur Finanzierung, zum Zeitplan und zur vorgesehenen Ausschreibung der neuen Solaranlage auf dem Dach des Rettungszentrums. Über die Adresse des Denzlinger Energieberaters kann man sich auch noch weiter beraten lassen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die als Gründungsmitglieder der künftigen Genossenschaft mitwirken wollen, sind nun herzlich zur Gründungsversammlung eingeladen, die zum eingangs genannten Zeitpunkt im KuB stattfindet.

Fotos und Text: Helmut Gall


Einladung zur Informationsveranstaltung der BürgerEnergiegenossenschaft Denzlingen eG

Montag, 18. April 2011, Beginn 19.00 Uhr
Kultur & Bürgerhaus - großer Saal
Stuttgarter Straße 30, 79211 Denzlingen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Investitionen in erneuerbare Energien sollen nicht nur dem „großen Geldbeutel“ vorbehalten bleiben. Mit der Gründung einer BürgerEnergiegenossenschaft soll es jedem Einzelnen nach seinem Interesse und seiner Leistungsfähigkeit ermöglicht werden, sich an Kraftwerken im regenerativen Energiebereich zu beteiligen. Als erstes Projekt der zu gründenden BürgerEnergiegenossenschaft soll eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Rettungszentrums an der Vörstetter Straße entstehen. Der Gemeinderat hat beschlossen, diese Dachflächen für eine Bürgersolaranlage zur Verfügung zu stellen.

Ich lade Sie herzlich ein: Kommen Sie am 18. April um 19.00 Uhr ins Kultur & Bürgerhaus und informieren sich über die Möglichkeit, aktiv an der Energiewende mitzuwirken.

Sie liebe Bürgerinnen und Bürger, verhelfen diesem Projekt zum Durchbruch.

Machen Sie mit, wir brauchen jeden Einzelnen!

Ihr Markus Hollemann

Bürgermeister
 

 


Bürgerfahrt zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in Konstancin-Jeziorna vom 13.06.2011 – 21.06.2011 – noch Plätze frei!

In Konstancin-Jeziorna wird vom 18.-19.06.2011 das Stadtfest mit Beteiligung mehrerer Partnerstädte gefeiert. In diesem Jahr wird dabei auch die Partnerschaftsurkunde mit Denzlingen von den beiden Bürgermeistern unterzeichnet. Das Partnerschaftskomitee und die Gemeinde Denzlingen bieten den Einwohnerinnen und Einwohnern die Gelegenheit, an der Feier teilzunehmen und bei dieser Fahrt auch Krakau und Warschau kennenzulernen.

 

Abfahrt : Montag, 13.06.2011, um 7.00 Uhr
Rückkehr : Dienstag, 21.06.2011, ca. 19:00 Uhr
Kosten: Bus ca. 200,- Euro/Person
Unterkunft:

auf der Hinfahrt in Görlitz (1. Ü) und in Krakau (2. Ü), auf der Rückfahrt in Bautzen (1 Ü): ca. 150,- € ÜF/Euro/Person/ (DZ), ca. 235,- € ÜF/Euro/Person/ (EZ)zusätzliche Kosten, falls in Konstancin-Jeziorna keine Unterkunft in Familien gewünscht wird

Verpflegung: 4 x Abendessen während der Fahrt bzw. in Krakau ca 70,- Euro/Person

Infos und Anmeldung bei Herrn Reidl Tel. 3372 oder Herrn Ohmberger Tel. 2612 bis 18.04.2011.